Jaipur - Allgemeine Spielinformationen
Jaipur
2 Spieler, 30 Minuten, ab 12 Jahren
AutorSébastien Pauchon (s.pauchon)
GraphikerAlexandre Roche
Veröffentlicht vonGameWorks Sàrl
Online seit 2013-04-25
Entwickelt vonKai Aust (kai96)
Boardgamegeek54043
Yucata.de hat eine Lizenz für die Onlineversion dieses Spiels. Ein großes Dankeschön geht an die Rechteinhaber (Autor und/oder Verlag und Graphiker), die es möglich machen, dass dieses Spiel kostenlos hier gespielt werden kann.
Jaipur - Regeln

Jaipur

Szenario und Spielziel

Jaipur... Zu gerne möchtest du Hoflieferant des Maharadschas werden, ein Privileg, das du nur erhältst, wenn du am Ende jeder Woche (Runde) reicher als dein Konkurrent bist. Um dahin zu gelangen, erwirbst und tauschst du Waren (Karten) auf dem Markt, um sie anschließend gewinnbringend zu verkaufen und Rupien zu horten (auf der Rückseite der Chips). Gelingt dir ein außerordentliches Geschäft (mindestens drei Karten), erhältst du eine Prämie (Bonus-Chip). Und zum Tausch gegen große Mengen an Waren auf dem Markt können Kamele von Nutzen sein.
Am Ende jeder Runde erhält der reichste Händler ein Exzellenz-Siegel. Wer zuerst 2 Exzellenz-Siegel hat, gewinnt das Spiel.

Spielmaterial

55 Waren- und Kamelkarten
 
6x Diamanten 6x Gold 6x Silber 8x Tuch
Diamanten Gold Silber Tuch
8x Gewürze 10x Leder 11x Kamel Rückseite
Gewürze Leder Kamel Rückseite

38 Waren-Chips 1 Kamel-Chip
Waren-Chip Waren-Chip Waren-Chip Waren-Chip Waren-Chip Waren-Chip Kamel-Chip
18 Bonus-Chips 3 Exzellenz-Siegel
Bonus-Chip Bonus-Chip Bonus-Chip Exzellenz-Siegel Exzellenz-Siegel Exzellenz-Siegel

Spielvorbereitung

  • 3 Kamelkarten offen zwischen den beiden Spielern auslegen.
  • Die anderen Karten gut mischen.
  • Je 5 Karten an jeden Spieler austeilen.
  • Die übrigen Karten verdeckt als Nachziehstapel neben die Reihe der Kamelkarten legen.
  • Die Spieler nehmen ihre Karten auf die Hand und legen eventuelle Kamelkarten in einem Stapel vor sich ab. Dieser stellt ihre Koppel dar.
  • Die ersten beiden Karten vom Nachziehstapel ziehen und offen neben die drei Kamelkarten legen (eine oder beide Karten können durchaus wieder Kamelkartem sein). Damit ist der Markt eröffnet.
Spielaufbau
  • Die Chips nach Warenarten sortieren.
  • Für jede Ware einen Stapel bilden, in dem die Chips nach ihrem Wert aufsteigend von unten nach oben liegen.
  • Die Stapel so auseinanderziehen, dass jederzeit die Werte der einzelnen Chips ablesbar sind.
  • Die Bonus-Chips nach Typ sortieren (3, 4, 5 Waren). Jeden Typ getrennt mischen und als Stapel aufstellen.
  • Den Kamel-Chip neben den Bonus-Chips platzieren.
  • Die Chips wie auf obiger Abbildung anordnen.
  • Die 3 Exzellenz-Siegel neben dem Spiel bereitlegen.
Nun noch auslosen, wer mit dem Spiel beginnt. Und schon seid ihr für die erste Partie bereit.

Spielverlauf

Wer am Zug ist, hat folgende Möglichkeiten:

KARTEN NEHMEN ODER KARTEN ABLEGEN

Nie jedoch ist beides erlaubt!

Danach ist der Zug beendet, und es ist nun am Gegenspieler, eine der beiden Aktionen zu wählen.

Karten nehmen

Wer sich dafür entscheidet, Karten zu nehmen, muss eine der folgenden drei Optionen wahrnehmen:

  • A) mehrere Warenkarten nehmen (=Tauschen!)
  • B) 1 einzige Warenkarte nehmen
  • C) alle Kamelkarten nehmen.

A - Mehrere Waren an sich nehmen

Nimm vom Markt diejenigen Warenkarten auf die Hand, die dich interessieren (es können verschiedene Warenarten sein) und tausche sie gegen die gleiche Anzahl Karten aus. Du kannst Kamele, Waren oder beides dafür geben.

B - Nur 1 einzige Ware an sich nehmen

Nimm 1 einzige Warenkarte vom Markt und ersetze sie durch die oberste Karte vom Nachziehstapel.
Aufgepasst: Ein Spieler darf nie mehr als 7 Karten auf der Hand haben.

C - Alle Kamele an sich nehmen

Nimm alle Kamele, die auf dem Markt sind, bringe sie in deine Koppel und ersetze sie durch die gleiche Anzahl Karten vom Nachziehstapel.

Karten ablegen

Wer Waren verkaufen möchte, wählt aus seinen Handkarten so viele Karten einer Warenart aus, wie er möchte (also z.B. 3 Goldkarten) und legt sie offen auf der Ablage ab. Jeder Verkauf bringt Waren-Chips und je nach Umfang des Geschäfts Bonus-Chips ein.

Ein Verkauf läuft in 3 Phasen ab:

  1. So viele Warenkarten einer Art wie gewünscht offen auf die Ablage legen.
  2. Genauso viele Chips der verkauften Warenart nehmen, indem der Chipstapel von oben, das heißt mit dem höchsten Wert beginnend, abgebaut wird. Die eingenommenen Chips vor sich aufstapeln.
  3. Gegebenenfalls, je nach Anzahl der verkauften Waren, einen Bonus-Chip nehmen.

    3 verkaufte Waren
    Wert: 1, 2 oder 3 Rupien
    Bonus-Chip
    4 verkaufte Waren
    Wert: 4, 5 oder 6 Rupien
    Bonus-Chip
    5 oder mehr verkaufte Waren
    Wert: 8, 9 oder 10 Rupien
    Bonus-Chip

    Hinweis: Man weiß nicht im Voraus, wie viel ein Bonus-Chip genau Wert ist.

Verkaufsbeschränkungen

karte karte karte Für die drei teuersten Waren (Diamanten, Gold und Silber) gilt, dass ein Verkauf aus mindestens 2 Warenkarten bestehen muss.
Diese Regel gilt auch dann noch, wenn nur noch 1 Warenchip dieser Art vorhanden ist.

Erinnerung: Man darf in einem Zug nur 1 Warenart verkaufen, niemals mehr.

Ende einer Runde

Eine Runde endet sofort, wenn:

  • Die Chips von 3 Warenarten aufgebraucht sind
    ODER
  • Der Nachziehstapel aufgebraucht ist und deshalb der Markt nicht mehr vollständig versorgt werden kann.

Wertung

  • Der Spieler mit den meisten Kamelen auf seiner Koppel erhält den Kamel-Chip, der 5 Rupien Wert ist.
  • Die Spieler drehen ihre Chips um und addieren deren Werte, um den reichsten Händler zu ermitteln.
  • Der reichste Händler, also der mit den meisten Rupien, erhält als Auszeichnung ein Exellenz-Siegel.
  • Bei Unentschieden gewinnt der Händler mit den meisten Bonus-Chips.
    Gibt es auch hier Gleichstand, entscheidet die Anzahl der Waren-Chips.

Neue Runde

Solange keiner der beiden Spieler 2 Exzellenz-Siegel besitzt, wird eine neue Runde gestartet. Dazu wird das Spiel wie oben beschrieben aufgebaut. Der Verlierer der vorigen Runde ist nun Startspieler.

Ende des Spiels

Exzellenz-Siegel Exzellenz-Siegel Das Spiel endet, sobald ein Spieler ein 2. Exzellenz-Siegel erhält.
Er gewinnt das Spiel und wird Hoflieferant des Maharadschas.

Erläuterungen

  • Wenn man Karten vom Markt an sich nimmt, müssen es immer entweder Waren oder Kamele sein, nie beides zusammen.
  • Wer Kamele an sich nehmen will, muss immer alle Kamelkarten vom Markt nehmen.
  • Beim Tausch:
    • Die vom Markt genommenen Karten kann man gegen Kamele, Waren oder beides eintauschen.
    • Man darf nicht eine Karte einer Warenart wieder eintauschen, die man gerade vom Markt genommen hat.
    • Es ist nicht erlaubt, 1 einzige Karte gegen 1 einzige Karte vom Markt einzutauschen. Getauscht werden stets mehrere Karten, mindestens 2 gegen 2.
  • Wenn bei der Abrechnung beide Spieler die gleiche Anzahl von Kamelen besitzen, erhält niemand den Kamel-Chip im Wert von 5 Rupien.
  • Beim Verkauf kann es vorkommen, dass ein Warenchip weniger als verkaufte Waren vorhanden ist. Der Bonus wird dennoch entsprechend der Anzahl an verkauften Waren ausbezahlt.
  • Während der Partie ist man nicht verpflichtet, dem Gegenspieler die Anzahl an Kamelen auf der eigenen Koppel zu offenbaren.
    Bei Yucata.de ist diese Information jedoch öffentlich, da ein Spieler die Kamele des Gegners während des Spiels theoretisch mitzählen kann.
  • Die Begrenzung auf 7 gilt nur für die Handkarten. Die Kamele werden nicht mitgezählt.

Taktische Tipps

  • Der Gebrauch der Kamelkarten erfordert Fingerspitzengefühl. Hat man keine, wird es schwierig, wenn man mehrere Karten vom Markt nehmen möchte, aber zu wenige Karten zum Tauschen auf der Hand hat. Nimmt man zuviele Kamele vom Markt, riskiert man, dem Gegenspieler ein attraktives Warenangebot zu überlassen.
  • Viele Kamele vom Markt zu nehmen, empfiehlt sich vor allem dann, wenn der Gegenspieler schon 7 Karten auf der Hand hat. So ist er gezwungen zu tauschen und kann sehr wahrscheinlich nicht alle Waren nehmen, die ihn interessieren.
  • Wenn Grund zur Annahme besteht, dass gute Karten anstehen, kann es interessant sein, so zu tauschen, dass nur noch Kamele auf dem Markt sind. So bleibt dem Gegenspieler nichts anderes übrig, als Waren auf den Markt zu werfen.
  • Die drei wichtigsten Einnahmequellen sind: die 3 teuren Warenarten, die ersten Chips jeder Warenart und die großen Verkäufe wegen des Bonus. Alle drei sind wichtig. Deshalb lass' dir Diamanten, Gold und Silber nicht entgehen, komme deinem Gegenspieler zuvor, wann immer es möglich ist, und versuche auch, einen oder zwei Großverkäufe zu realisieren!

 
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